Digitale Steuerprüfung

Grundsätze zum Datenzugriff und zur Prüfbarkeit digitaler Unterlagen

GDPdU oder „Grundsätze zum Datenzugriff und zur Prüfbarkeit digitaler Unterlagen". Im Wesentlichen handelt es sich bei den GDPdU um die Angleichung der Methoden der Finanzbehörden an die seit Jahren gängige Praxis der elektronischen Datenverarbeitung in den Unternehmen.

Eingeführt wurde die elektronische Außenprüfung mit der Änderung der §§ 146, 147 und 200 der Abgabenordnung (AO) zum 1. Januar 2002 durch das "Steuersenkungsgesetz" vom 23. Oktober 2000 (BGBl, S. 1433). Damit ist der Finanzverwaltung das Recht eingeräumt, für alle ab dem 1. Januar 2002 beginnenden Außenprüfungen auf die Datenbestände durchführungspflichtiger Unternehmen zuzugreifen.

Zu der bisher üblichen Prüfungspraxis, die vorsah dem Prüfer alle notwendigen Unterlagen in Papierform zur Verfügung zu stellen, tritt zusätzlich die Möglichkeit zur Prüfung der digitalen Daten eines Unternehmens. Dabei kann der Prüfer zwischen drei verschiedenen Zugriffsmethoden wählen und sie sogar auch wahlfrei miteinander kombinieren.

 

Die drei Zugriffsmethoden sind:

 

  • Z1 - der unmittelbare Zugriff, bei dem der Betriebsprüfer direkt das IT-System bedient
  • Z2 - der mittelbare Zugriff, bei dem eine mit dem IT-System vertraute Person auf Anforderung des Prüfers das System bedient
  • Z3 - die Datenträgerüberlassung, bei der dem Prüfer die relevanten Daten der entsprechenden Geschäftsperiode auf einem Datenträger zur Verfügung gestellt werden.

 

 

Um diese drei Zugriffsmethoden zu realisieren, sind in der Praxis diverse Vorbereitungsschritte in Rahmen eines Projektes durchzuführen, die in Ihrer Komplexität meistens unterschätzt werden. Zu diesen Vorbereitungsschritten zählen in der Regel:

 

  • Identifikation der steuerlich relevanten Daten und Systeme
  • Identifikation der Schnittstellen der IT-Systeme und ihrer Eigenschaften
  • Installation und Konfiguration der Schnittstellen
  • Definition von Prüfer-Berechtigungen und Vorbereitung der Zugriffsmethoden Z1 und Z2
  • Test der Daten-Schnittstellen (Z3)
  • Simulation einer digitalen Betriebsprüfung
  • Erstellung einer umfassenden Verfahrensdokumentation.

 

Da die Betriebsprüfer das Recht haben, auf alle steuerlich relevanten, digitalen Daten seit dem 1.1.2002 zuzugreifen, müssen Maßnahmen getroffen werden, die rückwirkend bis zu diesem Termin die Bereitstellung gewährleisten. Dies betrifft besonders auch Alt-Systeme, die nach diesem Stichtag abgeschaltet wurden, oder die demnächst abgeschaltet werden sollen.

 

Wir unterstützen unsere Kunden bei der Vorbereitung zu einer digitalen Außenprüfung im Rahmen von so genannten GDPdU-Projekten.

Ausführliche Informationen zum Thema "Digitale Steuerprüfung" finden Sie unter :

www.gdpdu-projekte.de

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